Strategien zur Schüleraktivierung
In den kooperativen Arbeitsphasen, die grundsätzlich in jedem Fach praktiziert werden können, arbeiten die Schüler in der Regel in Partner- oder Vierergruppen zusammen, die nach dem Zufallsprinzip gebildet oder im Einzelfall vom Lehrer zusammengesetzt werden.
Ausgehend von einer strukturierten Aufgabenstellung erarbeiten die Schülerinnen und Schüler grundsätzlich die Aufgabe zunächst in Einzelarbeit (individuelle Denkzeit), um Vorwissen zu reaktivieren, eigene Gedanken und Ideen zu entwickeln und zu verschriftlichen. Dies führt zu einer inneren Aktivierung des Einzelnen.
In der Austauschphase teilen sie sich ihre Ergebnisse mit, wobei unterschiedliche Methoden gewählt werden können: 1. Vorstellen im Uhrzeigersinn, 2. Einer stellt vor, die anderen ergänzen, 3. Diskussion. Bei diesem Austausch werden kognitive Prozesse angeregt, die den Aufbau individueller Wissensnetze unterstützen. Das Anregungspotential heterogener Gruppen wird so genutzt. Um die Kommunikationskompetenzen zu verbessern, erhalten die Schülerinnen und Schüler bei Bedarf spezielle Redekärtchen. Durch den Austausch haben die Schüler die Möglichkeit, ihre Gedanken weiter zu entwickeln und gewinnen dadurch an Sicherheit.
Nach der Einzelarbeit und dem Austausch werden die Gruppenergebnisse der Klasse vorgestellt. Bei arbeitsgleicher Gruppenarbeit vergleichen die Schüler ihre Ergebnisse mit denen der anderen Gruppen, ergänzen oder korrigieren gegebenenfalls. Bei unterschiedlichen Arbeitsaufträgen informieren sie sich wechselweise über ihre Ergebnisse. Jeder muss darauf vorbereitet sein, das Gruppenergebnis vorstellen zu können, was die persönliche Verantwortung für den Lernprozess steigert. Die Qualität der Beiträge nimmt dadurch zu.
Alle Arbeitsphasen werden durch konsequente Zeitvorgaben reglementiert, die ein zügiges und zielorientiertes Arbeiten unterstützen.
