Montessoripädagogik an der Westerheideschule

Die Arbeit nach den pädagogischen Prinzipien Montessoris spielt an unserer Schule seit ca.11 Jahren eine wichtige Rolle. Im Jahre 2001 begangen zwei Kolleginnen aus der Unter- und Mittelstufe ihre 2-jähriger Diplomkurs-Montessoriausbildung. Im Schuljahr 2005 /2006 wurden diese beiden Klassen von der Montessorivereinigung Deutschlands offiziell als integrierter Montessorizweig anerkannt. Zur Zeit unterrichten drei ausgebildete Montessoripädagoginnen in drei jahrgangsübergreifenden Klassen (eine Unterstufenklasse Jahrgangsstufe 1-3, eine gemischte Unterstufen- Mittelstufenklasse Jahrgangsstufe 1-6 sowie eine Mittelstufenklasse Jahrgangsstufe 4-8 ) nach der Pädagogik Montessoris.

Ziel dieser pädagogischen Arbeit ist es, den Schülerinnen und Schülern durch das Bereitstellen von verschiedensten Lernangeboten in der “Vorbereiteten Umgebung” die Möglichkeit zu geben, ihre Gesamtpersönlichkeit selbst aufzubauen. Dieser Aufbau vollzieht sich durch die freie “Arbeit” mit dem Material, die dem Kind die “Polarisation der Aufmerksamkeit” ermöglicht. Die Freiarbeit ist die zentrale Unterrichtsform in der Montessori-Pädagogik. In den drei Montessori-Klassen beginnt der Unterricht täglich mit einer 90 minütigen Freiarbeitsphase. Die Kinder finden in Regalen ein Angebot an sorgsam ausgewählten Arbeitsmitteln und Entwicklungsmaterialien vor, die wichtige Lern- bzw. Wirklichkeitsbereiche repräsentieren und Aufforderungscharakter zum Handeln besitzen. Diese sind geordnet, frei zugänglich und überschaubar eingeordnet. Die Schülerinnen und Schüler entscheiden sich für eine Arbeit, holen sich die benötigten Arbeitsmittel und räumen sie nach der Arbeit an ihren Platz zurück. Da unsere Schüler in jahrgangsgemischten Gruppen unterrichtet werden, berücksichtigt das Materialangebot verschiedene Lernniveaus, die dem jeweiligen Entwicklungsstand der Schülerinnen und Schüler angemessen sind, sie aber auch herausfordern und weiterführende Lernprozesse initiieren. Verschiedene Arbeitsbereiche sorgen dafür, dass Kinder sich bewegen können, das Arbeiten, die Ruhe erfordern, Arbeiten, die Gespräche erfordern, oder Arbeiten, die Versuchscharakter haben, adäquat durchgeführt werden können. Im Sinne dieser „Bewegungsfreiheit“ können die Aufgaben und Tätigkeit an Arbeitstischen oder auch auf Arbeitsteppichen ausgeführt werden.

Die Jahrgangsmischung ist Teil unseres Bestrebens, das soziale Lernen/Verhalten in den Mittelpunkt der Erziehung zu rücken. Kinder aus mindestens drei Jahrgängen werden in einem Klassenverband zusammengefasst. Die Jahrgangsmischung trägt erheblich dazu bei, dass zwischen den Kindern wenig Neid, Konkurrenzdruck, Überlegenheits-oder Unterlegenheitsgefühle entstehen und sie trägt dadurch zu einer entspannten Lernatmosphäre bei.

Zwischen den drei Klassen bestehen zahlreiche Kommunikations- und Kooperationsmöglichkeiten. Es gilt das Prinzip der „offenen Tür“- die einzelnen Klassen sind nicht streng voneinander getrennt. Die Kinder leihen sich zum Beispiel aus den anderen Klassen verschiedene Arbeitsmittel aus oder arbeiten auch manchmal zusammen.