Biographie Maria Montessoris

Maria Montessori (1870-1952)

Maria Montessori wurde am 31.8.1870 in Chiaravalle in der italienischen Provinz Ancona geboren. Sie wuchs in einem bürgerlichen Elternhaus auf, seit 1875 infolge einer beruflichen Versetzung ihres Vaters in Rom. Nach der Grundschule besuchte sie eine naturwissenschaftlich-technische Sekundarschule, an der Mädchen nur in Ausnahmefällen vertreten waren. Dieser eigenwillige Lebensweg setzte sich fort mit dem Studium der Medizin, das Frauen damals in Italien noch nicht offen stand. Maria Montessori wurde 1896 die erste Ärztin Italiens.

Maria Montessori pädagogischen Theorien liegt die jahrelange Beobachtung kindlichen Verhaltens zugrunde. In mehr als 50 Jahren beobachtete Montessori Kinder, interpretierte ihr Verhalten und zog daraus ihre pädagogischen Schlüsse, die auch heute noch, gerade im Zusammenhang mit Inklusion, hoch aktuell sind. Ihre Pädagogik orientiert sich unmittelbar am Kind mit seinen Bedürfnissen nach spontaner Aktivität, Selbstbestimmung und dem Streben nach Unabhängigkeit. Das Kind ist für Maria Montessori kein passives und rezeptives Wesen, sondern eine Persönlichkeit mit großer Eigenaktivität und Konzentrationsfähigkeit.