Das Menschenbild Maria Montessoris

Maria Montessoris Menschenbild ist durch die Reformpädagogik des frühen 20. Jahrhunderts geprägt. Ihre geistigen Wurzeln findet sie bei Medizinern (Itard, Seguin), Philosophen (Rousseau) und Pädagogen (Pestalozzi, Fröbel) des 18. und 19. Jahrhunderts.

Die Bitte, „ Hilf mir, es selbst zu tun!“ mit der sich einst ein Kind an Maria Montessori wandte, wurde zum Leitmotiv für ihr gesamtes Erziehungskonzept. Nach ihrem Menschenbild ist jedes Kind als eine Einheit von Körper, Geist und Seele zu sehen. Dabei ist es nicht der Erzieher, der die Entwicklung und Reifung vom Kind zum Erwachsenen vollbringt, sondern es ist das Kind selbst, dass sich durch seine Selbstbildungskräfte entwickelt, die es von Geburt an besitzt. Seine Entwicklung vollzieht sich gemäß einem „inneren Bauplan“ in aktiver Auseinandersetzung mit seiner Umwelt. Das Kind ist „Baumeister seiner selbst“.